Neuigkeiten und Berichte

Hier werden nach und nach Berichte und Neuigkeiten rund um das Projekt veröffentlicht.

Tag 18

03.07.2026
Distanz: 81.468 km, Dauer: 5:45:54

Heute war irgendwie der Wurm drin. Das fing schon beim Losfahren an: Erst hatten wir eine vergessene Packtasche, dann mussten wir direkt nach 50 m umkehren und in die andere Richtung weiter fahren. Ein paar Minuten später haben wir dann eine andere Packtasche während der Fahrt verloren und auf Schotter gab es in einer Kurve einen kleinen Unfall.

Eine falsche Abbiegung unmittelbar nach der Frühstückspause in Vohburg führte uns dann an einem Militärgelände vorbei, wo man beobachten konnte, wie sich ein Panzer aus dem Boden wühlt und einen Schützengraben gräbt – sehr laut. Ach ja, und dann mussten wir dann auch noch unsere Fahrräder einen Deich hinauf schieben, da der dazu parallel verlaufende Weg im Nichts endete.

Trotz Donauradwegs gab es dann doch die ein oder andere Steigung, sodass wir uns entschlossen, doch direkt an der Donau zu bleiben, obwohl ein Schildchen darauf aufmerksam machte, dass das nicht der optimale Weg sei. Also wurde wieder gescoutet: Frieder, Janosch und Rüdiger fuhren einmal vor und begutachteten die Strecke. Es war ein ausgetretener Wanderpfad (um nicht zu sagen ein Single Track Trail) mit vielen Pfützen, der allerdings langsam befahren werden konnte - also los. Die Mühen haben sich gelohnt, denn wir kamen dann am Donaudurchbruch bzw. an der Weltenburger Enge an. Das ist eine etwa 5,5 Kilometer lange Engstelle des Donautals zwischen dem direkt an der Donau gelegene Kloster Weltenburg und Kelheim. Das Kloster selbst wirbt damit, die älteste Klosterbrauerei der Welt zu sein - na dann "Prost".

Um einen besseren Ausblick auf das Kloster und die schroffen Felswände des Donauufers zu haben, entschlossen wir uns mit einer Strömungsfähre auf das andere Ufer zu wechseln. Nach einem sehr steilen Anstieg aller konnte eine kleine Gruppe, die einen Umweg in Kauf nahm, dann auch einen wunderschönen Ausblick genießen. 

Nach einer rasanten Abfahrt auf einer Schotterpiste ging es gemütlich in Richtung Regensburg weiter - allerdings wieder mit Pannen: Moritz hatte 3 gebrochene Speichen, sodass der Bulli ein Ersatzfahrrad bringen musste, Jonathan hatte Teile seines Schutzbleches verloren und bei Rüdiger ist der gesamte Gepäckträger nach hinten auf den Boden geklappt, was erst einmal mit Kabelbindern provisorisch gerichtet werden konnte.

Nach einem kleinen Rempler und einem glimpflich ausgegangenem Unfall kamen wir am Ende das Tages dann doch endlich am Regensburger Kanu-Club an. Dieser hatte zu unserer Freude auch noch eine vereinsinterne Kanu Lichterfahrt in der Nacht organisiert, was auf der Donau sehr schön anzuschauen war. So neigte sich ein ereignisreicher Pannentag dem Ende.

 



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